Es war einmal ein sehr beschäftigter Geschäftsmann, der unter großem Stress stand und viele Sorgen hatte. Keine Methode, die er zur Beruhigung des Verstandes benutzte, schien zu wirken. Eines Tages sah er einen heiligen Mann unter einem Baum sitzen und beschloss, ihn um Rat zu fragen. "Der Geschäftsmann verbeugte sich demutsvoll vor dem Meister und sprach: Mein Verstand ist unruhig und verspannt. Ich finde keine Gemütsruhe. Bitte sage mir, was ich tun kann um glücklich zu sein."

Der weise Mann antwortete: versuche einige spirituelle Übungen am Morgen und am Abend zu verrichten. Aber wie soll ich denn dafür Zeit finden? rief der Geschäftsmann aus und zog einen Schlüsselbund heraus. Jeder Schlüssel steht für eine Unzahl an Verpflichtungen, denen ich obliege, schlage also bitte einen etwas leichteren Weg vor. Der Meister antwortete: Also gut, ich werde Dich in ein Mantra einweihen. Versuche es täglich einige Male zu wiederholen, das ist alles. Aber ich habe doch nicht genügend Zeit, selbst dies zu tun. Gibt es denn keine leichtere Methode? Wie weit ist es von Deinem Bett ins Badezimmer? fragte der Meister. Von der seltsamen Frage verwirrt, erwiderte der Geschäftsmann, etwa 15 Meter. In dem Fall bin ich sicher,  dass Du keine andere Arbeit zu verrichten hast, während Du die kurze Strecke zu Deinem Badezimmer gehst. Versuche also das Mantra wenigsten während dieser wenigen Sekunden jeden Morgen zu wiederholen. Und so gab der Weise dem Mann das Mantra.

Als der Mann am nächsten Morgen aufwachte, erinnerte er sich daran, sein Mantra auf dem Weg zum Badezimmer zu wiederholen. Als er dann die Zähne putzte dachte er, ich kann jetzt das Mantra ebenso wiederholen. Das gleiche geschah, als er ein Bad nahm, als er seine Kleidung anzog und zur Arbeit fuhr. Tatsächlich stellte er mehrmals unterwegs fest, er könne ohne weiteres sein Mantra wiederholen. Und als die Tage verstrichen, gelang es ihm immer mehr Zeit zum rezitieren seines Mantras zu finden, bis es zu seiner Gewohnheit wurde es zu wiederholen egal wo er war und was er tat. Durch die beständige Wiederholung des Mantras fand er den inneren Frieden den er benötigte.